Sassnitz, Schloßruine Dwarsieden und Hafen von Glowe

Unser Route führte uns weiter nach Sassnitz. Doch bevor wir den Ort erkundeten machten wir einen Abstecher zu der Schloßruine Dwarsieden. In dem ehemaligen Park, der später als Militärgebiet genutzt wurde, gab es viel zu sehen.

Wir besuchten den Hafen in Sassnitz, immer noch auf der Suche nach geräuchertem Ostseefisch. Hier gab es jede Menge Fischbuden, aber leider nicht das, was wir suchten. Also entschieden wir uns Fisch essen zu gehen. In Glowe fanden wir mit unserem Bulli einen schönen Stellplatz direkt am Hafen und in dem Dorf auch ein schönes Restaurant, wo wir dann unseren Ostseefisch bekommen haben :-) Als Camper am Stellplatz kann man sogar die sanitären Einrichtungen des Hafens mit nutzen. Super sauber, aber ein paar Meter zu laufen. Der Hafenmeister ist auch total nett. Hier kann man gut eine Nacht verbringen.

Nationalpark Jasmund

Wenn man schon einmal auf Rügen ist, dann ist ein Besuch bei dem Königstuhl, dem großen Kreidefelsen, fast obligatorisch.

Wir fanden einen Parkplatz in der Nähe von Lohme, der tatsächlich kostenlos war und liefen den Hochuferweg durch den Nationalpark Richtung Königstuhl. Auf unserem Weg konnten wir immer wieder einen Blick auf das Meer erhaschen. Ca. auf der Hälfte der Wegstrecke kommt man am Stubbenhorn vorbei, hier hat man eine schöne Aussicht auf das Meer. Am Königstuhl angekommen waren wir erstmal von der Masse der Besucher überrascht. Im Wald waren wir die meisten Zeit alleine unterwegs gewesen. Der Besucherzentrum am Königstuhl hat laut Internet einiges zu bieten und scheint auch für Kinder interessant zu sein. Wir wollten lediglich auf die Aussichtplattform des Königstuhl, doch leider hätten wir dafür den gesamten Eintrittspreis von 9,50 zahlen müssen. Darauf hatten wir ehrlich gesagt keine Lust und gingen weiter zur Victoriasicht. Nach ein paar Minuten Gehzeit erreichten wir den Aussichtspunkt und mussten erstmal Schlange stehen um auf die kleine Plattform zu kommen. Wir machten ein paar Bilder und ein Selfie und gaben den nächsten die Chance einen herrlichen Blick auf das Meer und den Königstuhl zu werfen. Am Rückweg nahmen wir ein anderen Weg und wanderten gemütlich durch den alten Buchenwald.

Kap Arkona

Heute gönnten wir uns die komplette Touri Dröhnung und sind weiter Richtung Kap Arkona gefahren.

An dem schmalen Stück zwischen Glowe und Juliusruh mussten wir noch einen Halt machen. Jana hatte noch nicht genug Meer gehabt und wollte wenigstens mal die Füße in das kalte Nass stecken. Der Strand an der Stelle ist wirklich schön und wir verbrachten einige Zeit am Meer.

In Juliusruh hielten wir noch zu einem verspäteten Mittagessen. In dem Ort gibt es Räucherrei und so bekamen wir auch endlich unseren geräucherten Ostseefisch. Wir aßen sehr leckeren Dorsch, nicht ganz günstig, aber wirklich gut. Wir nahmen uns auch noch ein Stück Scholle mit in den Bulli für später.

Am Kap Arkona angekommen suchten wir uns einen Platz auf dem riesigen Parktplatz und ahnten schon was uns gleich erwarten wird. Mit der Bimmelbahn fuhren wir zum Kap. Die Bahn ist preislich oke und recht kurzweilig. Am Kap angekommen waren wir irgendwie enttäuscht. Meer war so richtig nicht zu sehen und für den Leuchtturm sollten wir schon wieder Geld bezahlen. Wir bummelten so durch die Gegend und fuhren bald wieder zurück Richtung Parkplatz.

Den Erlebnishof, an dem die Bimmelbahn auch hält, haben wir links liegen gelassen. Wir konnten dem Ganzen so gar nichts abgewinnen und waren froh als wir wieder bei Leo waren.

Strahlsund und seine Museen

Da wir früher als erwartet zurück waren, entschieden wir uns für die Fahrt nach Stralsund. Wir machten einen recht neuen Stellplatz ausfindig und machten uns auf den Weg. Für die Wittower-Fähre waren wir leider schon zu spät dran und so mussten wir wieder den Weg zurück über Glowe und Liezow nehmen.  

Der Wohnmobilstellplatz liegt etwas abseits von Strahlsund und ist nichts um nochmal einen kurzen Bummel durch die Innenstadt zu unternehmen. Ansonsten bietet er saubere Toiletten und Duschen und je nach Belegung gibt es noch ein Extra Toilettenhaus.

Am Freitagmorgen packten wir unsere 7 Sachen zusammen und fuhren wieder Richtung Rügen, auf der Insel Dänholm gibt es das Natineum, ein kleines Museum über Fischerei, Meeresforschung und div. Sonderausstelunngen. Dessen Besuch ist kostenfrei bzw. gegen Spende. Das Museum ist wirklich interessant und man kann einiges Neues lernen, gerade was Meeresforschung angeht. Dort steht sogar ein Forschungsuboot, in welches man klettern kann.

In der Innenstadt fanden wir dann einen gescheiten Parkplatz für unseren Bulli und gingen zu Fuß Richtung Ozeaneum. Wir buchten die Kombi Karte mit dem Meeresmuseum zusammen.

Das Ozeaneum ist wirklich schön. Es gibt viel zu sehen und einiges zu lernen. Wusstet ihr, dass es in den Meeren immer lauter wird und dadurch die Meeresbwohner Probleme bei der Verständigung und Orientierung bekommen ? Eigentlich total logisch,  nur bisher hatten wir uns darüber noch nie Gedanken gemacht… Das Museum an sich gibt es noch nicht so lange und ist recht modern. Es gibt auch ein paar Mitmachstationen und auf dem Dach leben Pinguine.

Das Meeresmuseum ist auch wirklich interessant. Es gibt jedoch einige Themen die sich mit dem Ozeaneum überschneiden. Im Großen und Ganzen sind die Exponate etwas in die Jahre gekommen und teilweise Statistiken überaltert, dennoch hat sich unserer Meinung nach der Besuch dort gelohnt.

Die Innenstadt von Strahlsund ist schön und heimelig. Im Sommer kann man hier bestimmt super in einem der zahlreichen Cafes sitzen und das Leben genießen.

Heimfahrt

So viel Kultur reichte uns für den Tag und wir entschieden schonmal langsam wieder Richtung Heimat zu fahren, damit am nächsten Tag die Strecke nicht so lang werden würde. Etliche Kilometer hinter Strahlsund machte Leo auf einmal auf sich aufmerksam. Die Luft in einem Rad war nicht so wie sie sein sollte. Also fuhren wir die nächste runter und checkten bei der Tankstelle den Reifendruck. Dirk sah den Übeltäter sofort. Wir hatten uns eine Schraube in den Reifen gefahren. Jetzt war guter Rat teuer – Freitagnachmittag 17:00 Uhr. An der der Tankstelle war kein Mechaniker mehr anzutreffen, also Luft drauf und ab zurück nach Strahlsund. Bei einer bekannten Werkstattkette konnte uns leider auch nicht geholfen werden, die Mechaniker waren auch schon im Feierabend. Der nette Verkäufer packte nochmal etwas Luft auf den Reifen, der mittlerweile schon recht laut seine Luft verlor, und wir fuhren weiter. Im Internet hatte Jana in der Zwischenzeit eine Werkstatt ausfindig gemacht, die angeblich bis 19.00 Uhr auf hat. Wir fuhren einfach auf den Hof und Dirk ging rein um zu fragen ob sie uns helfen können. Der Chef war sehr zuvorkommend und schob uns noch dazwischen. Der Mechaniker reparierte unseren Reifen und wir konnten den Abend wieder weiter ziehen. Da es mittlerweile nach 19.00 Uhr war, hatten wir keine Lust noch groß weiter zu ziehen und fuhren zu dem altbekannten Stellplatz der vorherigen Nacht. Nach einem schnellen Abendessen legten wir uns zeitig hin um am nächsten Morgen zeitig den zweiten Versuch der Heimfahrt zu versuchen.

Der zweite Versuch glückte und wir kamen ohne weitere Schäden wieder zu Hause an.

Urlaub machen mit Leo war wirklich schön. Ein Ausbau ist aber zwingend erforderlich, weil wir ständig nur am räumen und suchen waren.

Wir freuen uns auf jeden Fall schon auf die nächste Tour :-)