Adventure Northside und Einfachmalmachen

An dem Wochenende, an dem wir starteten, war die Adventure Northside am Gut Basthorst in der Nähe von Hamburg. Wir hörten von Freunden, dass sie dort sein würden und so planten wir spontan etwas um und fuhren zur Messe. Das spontan sein ist definitiv ein Vorteil wenn im Bulli das Bett mitfährt.

Um am Sonntag nicht ganz so früh aufstehen zu müssen, fuhren wir bereits am Samstagabend Richtung Hamburg. In der Nähe von Hildesheim fanden wir, dank einer bekannten Stellplatzapp, ein lauschiges Plätzchen für die Nacht.

Sonntag gegen Mittag trudelten wir dann bei dem Gut ein und trafen Anne und Stefan alias die Nordlichter. Zusammen gingen wir los. Als erster Pflichtpunkt stand ein Besuch bei dem Stand von Andy und Jens von Einfachmalmachen auf dem Programm.

Einfachmalmachen ist ein Projekt, in das Andy und Jens viel Herzblut investieren. Die beiden organisieren kleine Abenteuerrallyes und sammeln dabei Spendengelder für die Stiftung Kinderherz. Um sich und ihr Projekt bekannter zu machen, hatten sich die beiden einen Stellplatz auf der Messe gesichert.

 

 

Auf der Messe gab es alles rund um Thema Offroad – Trucks, Pick up Kabinen, Ausbauer, Innenausbau, Zubehör, Outdoor-Equipment und vieles mehr. Neu war das Thema Van-life, Privatpersonen konnte ihre Autos ausstellen. Das war auch einer der Hauptgründe warum wir zu der Messe wollten, ein Ausbauideen für den Bulli finden. Leider waren aber am Sonntagmittag die meisten schon wieder abgereist und wir mussten mit den „offiziellen“ Ausstellern vorlieb nehmen. Das ein oder andere Interessante konnten wir trotzdem begutachten. Die meiste Zeit verbrachten wir dann bei Einfachmalmachen. Am Ende des Tages halfen wir noch beim Abbau und gingen danach noch mit Anne und Stefan essen und machten uns weiter auf den Weg Richtung Rügen. Wir fanden ein lauschiges Plätzchen an einem kleinen See.

Nach einem ausgiebigen Frühstück machten wir uns auf die letzten Kilometer Richtung Rügen. Wir überfuhren die Rügenbrücke und freuten uns auf die Insel. Auf der Insel angekommen mussten wir erstmal einen Plan machen wo wir zuerst hinwollten.

Sellin und Thiessow

Wir entschieden uns für die Seebrücke in Sellin. In dem Örtchen fanden wir tatsächlich einen Parkplatz ohne Parkgebühr und so machten wir uns auf den Weg. Wir schlenderten durch den Ort und machten einen Abstecher zur Seebrücke. Wirklich hübsch anzusehen.

 

Weiter ging es nach Thiessow. Unser Schlafplatz für den Tag. Wir fuhren auf einen Campingplatz - nach zwei Tagen freistehen wurde es mal wieder Zeit für eine Dusche. Die Dame an der Rezeption war sehr nett und kringelte uns auf der Karte unseren Stellplatz ein. Wir bezogen unser Nachtquartier und gingen dann nochmal los. Wir besuchten den Ort und gingen zum Strand.

Am nächsten Tag hatten wir Glück und konnten noch ein paar Brötchen im Campingplatzladen abstauben, normalerweise müssen die vorbestellt werden. An dem Morgen gab es aber so noch welche. Danach besuchten wir den wohl "schönsten Markt auf Rügen" im Hafen. Der Markt ist immer Dienstag und Donnerstags in den Sommermonaten. Dort gibt es frische und regionale Produkte. Es gab viel zu entdecken und zu schlemmen. Wir deckten uns mit frischem Holzofenbrot und leckerem Butterkuchen ein. Frischen Ostseefisch gab es leider nicht :-( 

Karls Erdbeerhof

Nachdem wir genug gestöbert hatten zog es uns weiter. Unser nächster Halt war Karls Erdbeerhof in Zirkow. Wer noch nie dort war und irgendwann mal in der Nähe ist, sollte auf jeden Fall dort vorbei schauen! Ein Spaß für große und kleine Kinder. Wir machten so gut wie alles: Reifenrutsche, Affenschaukel, Streichelzoo, überall drauf/drüber/drunter klettern und natürlich ein Besuch im angrenzenden Maislabyrinth. Ihr solltet immer zusammenbleiben, auch wenn man denkt, dass man sich an der nächsten Kreuzung wieder trifft, klappt das trotzdem nicht immer !  Wir hatten uns einmal verloren, als Dirk in die eine und Jana die andere Richtung gegangen ist um sich am Ende wieder zu treffen. Die zwei Wege haben leider nicht wieder zusammen geführt. Aufgrund mobiler Kommunikationsmöglichkeiten haben wir uns dann doch wieder gefunden ;-)

Als wir uns ausgetobt hatten besuchten wir noch den riesigen Hofladen und probierten uns einmal quer durch. Der Erdbeersecco hatte es Jana angetan und so musste eine Flasche mit nach Hause genommen werden.

Baumwipfelpfad

Wir entschieden uns Richtung Prora zu fahren. Am nächsten Tag wollten wir dem Baumwipfelpfad besuchen gehen.

Die Strecke dorthin führte uns etwas querfeldein. Schonmal ein kleiner Offroadeinsatz für Leo. 

Unser Nachtquartier bezogen wir in der Nähe von Prora. Der Stellplatz war gut bewertet und war recht vielversprechend. Für Wohnmobile wahrscheinlich auch ganz schön, aber für uns mit Leo nicht ausreichend. Zu wenig Duschen, zu wenig Toiletten, teure Brötchen und teurer Stellplatz sowie noch nicht mal die Möglichkeit sich die Haare in der Dusche föhnen zu können. Dies waren alles keine Gründe für eine positive Bewertung unserseits. Preis-Leistung hat in unseren Augen einfach nicht gepasst.

Am nächsten Morgen besuchten wir den Baumwipfelpfad. Der Eintrittspreis war in Ordnung, der Parkplatz recht teuer. Es gab viel zu entdecken, auch einige Stationen die bei dem man viel Wissenwertes über den Wald lernen konnte. Das Wetter war uns leider nicht so hold und so blieb uns eine schöne Aussicht von dem Turm leider verwehrt. Bei schönem Wetter kann man bestimmt Meilenweit über die Insel gucken.

die Ruinen von Prora von die Feuersteinfelder

Als Nächstes besuchten wir die Ruinen von Prora, zumindestens das was von den Ruinen noch übrig war. Der meiste Teil ist oder wird momentan renoviert. Der Komplex trägt seinen Namen „Der Koloss“ definitiv nicht umsonst. Von dort machten wir noch einen Abstecher zu den Feuersteinfeldern. Wir durchwanderten das Naturschutzgebiet „schmale Heide“ auf der Suche nach den Feldern. Nicht lange ließen sie auf sich warten und wir standen mittendrauf. Schon wirklich beeindruckend so viele Feuersteine auf einem Haufen zu sehen. Den Rückweg nahmen wir durch den benachbarten Kiefernwald und konnten dort einige merkwürdige Kiefern entdecken. Schnell war klar, dass es sich hier um eine Kieferharz-Plantage handelte. Bis Mitte der 90er Jahre wurde in der ehemaligen DDR Harz selber gewonnen, bis es schlussendlich aufgrund von Unwirtschaftlichkeit eingestellt wurde.