22. Mai bis 28. Mai 2019

Warum wir ausgerechnet einen Roadtrip nach Mailand gemacht haben und was Die Ärzte damit zu tun haben, haben wir euch in unserem Bericht zusammen gefasst.

Außerdem waren wir am Gardasee, dem Pragser Wildsee, in Reutte, auf der Highline 179 und zum grönenden Abschluß bei dem Rammsteinkonzert in Gelsenkirchen.

 

Die Vorgeschichte

Auf dem Weg nach Mailand

Mailand

nächster Halt - Gardasee

Auf Richtung Österreich mit Stop am Pragser Wildsee

Highline179 in Reutte und Lechfall mit Baumkronenpfad in Füssen

Stuttgart, Heimreise und das Rammsteinkonzert

 

Die Vorgeschichte

Die Ärzte gehen auf Tour - Europa-Tournee, seit gefühlten Jahunderten mal wieder. Schnell war klar, dass wir uns das nicht entgehen lassen wollten.

Freunde von uns – Franzi und Wolfgang, wollten mit uns zum Konzert.

Wir entschieden uns für ein paar Konzerte in der Nähe und probierten am besagten Tag, an die heiß begehrten Tickets zu kommen. Die Ärzte hatten sich für eine Club-Tour entschieden, dass hieß für uns, schnell sein, da es für jede Location nur eine minimale Anzahl an Tickets geben wird.

Leider war uns das Glück nicht hold, innerhalb kürzester Zeit waren die anvisierten Termine ausverkauft. Irgendwann war die Aussage, egal wohin, Hauptsache wir gehen überhaupt auf ein Konzert. Ein Ticket-Krimi wie er im Buche steht! Nach weiteren vergeblichen Versuchen an Tickets zu kommen, gaben wir irgendwann auf. Wohl doch kein Die Ärzte Konzert mit uns.

Am Abend schaute Jana zufällig nochmal ins Internet und erfuhr aus einer Fangruppe, dass es noch Tickets für Mailand gab. Ohne groß zu fragen, landeten 4 Die Ärzte Mailand Tickets für den 23.05.2019 im Warenkorb. Nun stand fest, es geht für uns nach Mailand. Es kam eine italienische Bestätigungsmail, die am nächsten Werktag von einer Arbeitskollegin erstmal übersetzt werden musste. Die Buchung hat geklappt, aber die Tickets müssen wir vor Hallenöffnung vor Ort mit einem Lichtbildausweis abholen. Oke, das sollten wir ja hinkriegen…

Das Konzert war an einem Donnerstag und so mussten wir auf jeden Fall 2 oder vielleicht sogar 3 Tage Urlaub nehmen. Wir überlegten hin und her. Fliegen oder fahren? Hotel oder Campingplatz? Noch mehr Sightseeing oder nur zum Konzert und zurück?

Mittlerweile hatten wir noch Tickets für das Rammstein Konzert am 28.05.2019 in Gelsenkirchen ergattert. Franzi und Wolfgang waren auch dabei, und noch eine Freundin wollte mit. Wir entschieden uns für Gelsenkirchen, weil wir dann bei Dirk in Oberhausen schlafen konnten. Natürlich war das Konzert kurz nach dem Die Ärzte Konzert in Mailand. War ja irgendwie klar…

Schlußendlich entschieden wir uns für einen Roadtrip nach Mailand. Wir wollten unseren Roadtrip mit einem Konzert beginnen, da konnten wir ihn auch mit einem Konzert enden lassen. Also nahmen wir 6 Tage Urlaub vom 22.05.2019 bis zum 29.05.2019.

Da unser Bulli leider bis dahin noch nicht bei uns sein wird, buchten wir uns einfach einen Miet-Bulli bei Roadsurfer. Franzi und Wolfgang würden dann mit Wünni, ihrem T5, mitfahren.

Auf dem Weg nach Mailand

Dirk holte am 21. Schon den Bulli ab. Die Abholung bei Roadsurfer lief ohne Probleme und wir bekamen ein nagelneuen VW California. Nach einer kurzen Einweisung machte Dirk sich auf den Weg nach Philippsthal.

Am 22. Starteten wir unseren Roadtrip zeitig Richtung Süden. Unser Plan für heute war es bis in die Schweiz kurz vor die italienische Grenze zu kommen.

Die Fahrt verlief ohne Probleme. In der Schweiz besorgten wir uns noch eine Vignette und fuhren bis nach Melano an den Luganersee.

Der Campingplatz lag direkt am See und unsere Stellplätze für die Nacht waren erste Reihe. Ein schönes Fleckchen Erde.

Wir karperten den örtlichen Supermarkt und deckten uns mit Schweizer Waren ein. Die örtlichen Supermärkte abchecken ist ein kleiner Faible von uns. Wir aßen gemeinsam zu Abend und ließen den ersten Tag entspannt ausklingen.

 

 Roadsurfer on Tour  irgendwo in der Schweiz
 Luganersee  Luganersee

Mailand

Im Vorfeld hatte Franzi schon zwei Plätze auf einem Wohnmobil Stellplatz in Mailand reserviert. Die Anreise und das einchecken verliefen ohne Probleme. Der Stellplatz war nicht sonderlich toll, bot aber immerhin eine ruhige Nacht sowie sanitäre Einrichtungen. Die Anbindung an die öffentlichen Verkehrsmittel war soweit auch in Ordnung.

Wir schnappten unsere Taschen und fuhren in die City. Wenn man schon in Mailand ist sollte man sich auch die Zeit für etwas Sightseeing nehmen. Wir besuchten den Dom und machten einen Abstecher auf das Dach. Bei schönem Wetter kann man hier bis zu den Alpen schauen. Zum späten Mittag gab es dann original ital. Pizza – sehr lecker! Anschließend machten wir uns auf den Weg Richtung Konzert um schonmal unsere Tickets abzuholen, damit am Abend alles ohne Probleme klappen wird. Irgendwie sind noch mehr auf die Idee gekommen und so standen wir eine ganze Weile an. Glücklicherweise klappte das ohne Probleme und wir hielten unsere Tickets in der Hand!

Doumo Milano Lück op Jöck am Dach vom Dom

 

Zufrieden ging es zurück Richtung Stellplatz und wir stimmten uns dort schonmal auf das Konzert ein.

Mit den öffentlichen ging es wieder Richtung Konzert-Location. Wir stellten uns in die lange Schlange und warteten darauf eingelassen zu werden. Drinnen schauten wir uns erstmal um. Die Schlange an den Toiletten war ewig lang. Gut, das musste also erstmal was warten. Dann erstmal Bier holen – ziemlich teures Bier – und ein Tour-Shirt durfte natürlich auch nicht fehlen.  

Dann war es endlich soweit. Die Ärzte! Wie eh und je. Das Konzert war super. Das Programm war bunt gemischt, wie man es von den Ärzten gewohnt war. Die Stimmung war phänomenal und alle Fans huldigten ihrem Gott – BelaFarinRod.

Die Ärzte in Mailand

 

Nächster Halt – Gardasee

Wir starteten am nächsten Morgen langsam wieder Richtung Deutschland. Franzi hatte leider nicht so viel Urlaub bekommen und aufgrund eines Familiengeburtstages mussten die beiden am Samstag unseren Roadtrip frühzeitig beenden und wieder zuhause sein.

Wir entschieden uns noch für einen Abstecher zum Gardasee. Von da konnten die beiden am nächsten Morgen gut nach Deutschland fahren.

Wir fuhren nach Sirmione und probierten eine gefühlte Ewigkeit zwei Parkplätze für unsere Bullis zu ergattern. Nachdem wir das endlich geschafft hatten, schlenderten wir durch den von Touris überfüllten Ort. Sirmione ist ein schöner, kleiner Ort direkt am See. Es gibt eine Burg und auch sonst viel zu entdecken. Da es in Sirmione von Eisdielen nur so wimmelt kamen wir nicht drumherum uns auch eins zu holen. Das Wetter war ja super dafür. Wir gingen zu einer etwas kleineren Eisdiele und konnten danach super leckeres Eis genießen.

In Limone fanden wir wieder einen Campingplatz direkt am Wasser. Wir hatten unterwegs noch eingekauft und aßen den Abend italienische Leckereien. Danach gingen wir noch eine Runde direkt am Gardasee spazieren und statteten dem Ort einen Besuch ab. In einem Cafe direkt am Wasser gab es noch ein leckeres Kaltgetränk, bevor wir wieder den Rückweg Richtung Campingplatz antraten.

italienische Spezialitäten Abendessen Gardasee Roadsurfer Bulli am Gardasee Limoncello in Limone am Gardasee

Auf Richtung Österreich mit Stop am Pragser Wildsee

An 4. Morgen unseres Roadtrips goss es wie aus Eimern. Ein gemeinsames Frühstück fiel somit im wahrsten Sinne des Wortes ins Wasser. Wir packten unsere 7 Sachen zusammen, bezahlten und verabschiedeten uns von Franzi und Wolfgang, die mit Wünni die Heimreise antraten.

Am Vorabend hatten wir überlegt die berühmte „Strada del Forra“ zu fahren. Groß genug war sie für den Bulli und im Mai wohl auch noch nicht ganz so stark befahren. Aufgrund des Regens entschieden wir uns dann doch dagegen. Also haben wir einen Grund nochmal an den Gardasee zu fahren. Wir fuhren trotzdem die Straße am Westufer Richtung Norden. Da wir Zeit und auch noch kein endgültiges Ziel für den Tag hatten fuhren wir Landstraße. Die meiste Zeit fuhren wir parallel zur Brennerautobahn. Landschaftlich wirklich toll anzusehen. Von der Autobahn aus bekommt man das gar nicht so mit.

Spontan entschieden wir uns für einen Halt am Pragser Wildsee. Da der See nicht ganz so groß ist, nahmen wir uns die Zeit eine Runde drum herum zu laufen. Der See ist echt schön, die Farbe des Wassers mega. Der Pragse Wildsee ist schön gelegen zwischen den Bergen und man kann einige tolle Fotos dort machen. Das Wetter war leider nicht ganz so gut und wir liefen die meiste Zeit durch Nieselregen. Das tat der Location allerdings keinen Abbruch und wahrscheinlich hatten wir sogar Glück, dass dadurch nicht ganz so viele Menschen vor Ort waren.

Wir fuhren weiter Landstraße und somit stand der Fernpass auf dem Programm. Da der Tag mittlerweile schon recht weit fortgeschritten war suchten wir uns hier einen Campingplatz für die Nacht. Wir gingen im benachbarten Hotel Abendessen und genossen den Spaziergang durch den Wald dorthin. Das Essen im Restaurant war oke, das Personal leider etwas unfreundlich. Der Einrichtung mach zu urteilen, entsprachen wir scheinbar nicht dem gewünschten Klientel und das ließ man uns auch merken.

Lück op Jöck am Pragser Wildsee Pragser Wildsee

 

Highline179 in Reutte und Lechfall mit Baumkronenpfad in Füssen

Am nächsten Morgen ging es weiter Richtung Deutschland. Auf dem Weg kamen wir an der Hängebrücke Highline179 vorbei. Da wir eh schon hier waren, hielten wir für einen Besuch der Brücke. Am Parkplatz angekommen mussten wir ein Parkticket ziehen, was sich als etwas schwierig herausstellte so ohne Kleingeld. Wir warteten und tauschten dann mit anderen Besuchern einen 5 Euro Schein in Münzen.

Am Fuße der Burg war das Info-Zentrum, dort kauften wir zwei Tickets für die Highline179 sowie Tickets für den Highliner, den Schrägaufzug nach oben. Die Brücke verdankt ihrem Namen übrigens der Landstraße – Fernpassstraße B179 – über die sie führt.

Wir begutachteten die Brücke und gingen durch das Drehkreuz. Das Drehkreuz stellt sicher, dass nicht mehr als 500 Menschen gleichzeitig auf der Hängebrücke sind.

Der Weg über die Brücke war ziemlich wackelig. Von unten sah es gar nicht danach aus, dass die Hängebrücke doch so wackelt und schwingt. Wir wackelten selber über die Brücke und machten ein paar Bilder, ständig mit der Angst das Handy ausversehen fallen zu lassen.

Highline179 Highline179 Ausblick

 

Auf der anderen Seite angekommen, waren wir dann doch froh als wir die Brücke verlassen konnten. Mit festen Boden unter den Füßen fühlt es sich doch irgendwie besser an. Wir gingen auf dieser Bergseite gemütlich durch den Wald wieder zum Parkplatz.

Wir fuhren weiter und kamen direkt durch Reutte. Da nutzten wir unsere Chance und sind schonmal zum Autohaus gefahren, wo wir hoffentlich bald unseren Bulli Leo abholen können. Überall im ganzen Ort und um das Autohaus herum standen VW Bullis. Das Autohaus trägt scheinbar nicht umsonst den Beinamen „Europas größtes VW Bus Zentrum“. Da es Sonntag war hatte das Autohaus geschlossen aber unser Vorfreude auf den nächsten Besuch stieg dafür umso mehr.

In Füssen überlegten wir einen Abstecher zum Schloß Neuschwanenstein zu machen. Wir fuhren auch in die Richtung aber nachdem Dirk die Menschenmassen gesehen hatte, verging ihm die Lust und wir fuhren zurück. Unterwegs entdeckten wir den Lechfall und hielten dort für einen kurzen Stop und bei dem Baumkronenpfad hielten wir auch noch an.

Wir fuhren durch das Allgäu Richtung Stuttgart, dort wollten wir am Montag ein paar Freunde treffen.

Am Buxheimer Weiher fanden wir einen schönen Campingplatz für die Nacht. Wir gingen im Ort lecker beim Griechen essen und genoßen danach den Sonnenuntergang am See.

Sonnenuntergang Camping Platz Buxheimer Weiher

Stuttgart, Heimreise und das Rammsteinkonzert

Wir besuchten in Stuttgart erst eine Freundin von Jana und später noch einen Freund von Dirk, bei dem wir auch nächtigten. Der Montag verging so wie im Flug und am Dienstag standen die letzten km unseres Roadtrips auf dem Programm.

Wir fuhren erst zu Dirk seiner Arbeit um sein Auto abzuholen, danach zum Cleanpark um den Bulli wieder auf Vordermann zu bringen und in Ruhe alles umladen zu können.

Die Rückgabe verlief genauso Problemlos wie die Abholung. Sie checkten den VW Bus und gaben ihr oke.

In den paar Tagen hatten wir 2495,8 km auf den Bulli gefahren. Gut, dass bei Roadsurfer die Kilometer inklusive sind…

Wieder bei Dirk angekommen warteten wir auf Franzi, Katharina und Wolfgang. Gemeinsam fuhren wir dann nach Gelsenkirchen zu Rammstein.

Jana war das erste Mal in einem Stadion in der Größe und war total geplättet. Wir bezogen unsere Sitzplätze (ja wir hatten Sitzplätze) und warteten auf die Vorband. Es waren zwei Frauen, die am Klavier verschiedene Lieder coverten. Nicht unbedingt das, was man vor einem Rammsteinkonzert erwartet, aber dennoch sehr gut. Die Mädels spielten auch Rammsteinlieder und nach und nach setzten die Zuschauer ein und sangen mit – Gänsehautfeeling pur !

Rammstein präsentierte wieder eine hammermäßige Show, wobei es für unseren Geschmack zu wenig Feuer und zu viel Lasershow war. Könnte aber vielleicht auch der Location gelegen haben, dass sie dort nicht so viel Feuershow machen durften.

Janas persönliches Highlight war, als Rammstein zusammen mit den Mädels am Klavier Engel performt haben. Die Erinnerung daran ruft immer noch Gänsehaut hervor.

Das Rammsteinkonzert war ein würdiger Abschluss für unseren Roadtrip nach Norditalien und zurück.

Rammstein in Gelsenkirchen